Männerfrühstück am 4. November 2017

Syrien, Irak, Kurdistan …
Wo kommen eigentlich die zu uns geflüchteten Menschen her?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des 14. Männerfrühstücks in der Kirchengemeinde Rodewald, dass am 4. November im Clubraum der Gaststätte „Deutsches Haus“ stattgefunden hat. Ingo Koll, Pastor im Ruhestand, konnte uns in seinem sehr kenntnisreichen und fundierten Vortrag viele Informationen vermitteln und auch Antworten auf die Eingangsfrage geben.

Pastor Koll kennt auf Grund zahlreicher Aufenthalte in Beirut, Teheran, Aleppo und anderen Orten der Region und insbesondere Syriens den nahen und mittleren Osten sehr gut. Die Region, die aus unserer Sicht islamisch und arabisch geprägt wahrgenommen wird, teilt sich tatsächlich in viele verschiedene Volksgruppen mit unterschiedlichen Religionen und Sprachen auf. Diese Vielfalt ist heute aber zunehmend bedroht und führt auch in der Folge zu den Flüchtlingsströmen, die wir in Europa vor 2 Jahren erlebt haben.
Die Gründe dafür sind wiederum sehr vielfältig. Natürlich ganz akut der Bürgerkrieg in Syrien und die Gewaltherrschaft des sogenannten Islamischen States. Aber auch dahinter stehen Ursachen, die sicher auch zum Teil mit dem Handeln der westlichen Staaten zu tun haben. So z.B. die willkürlichen Grenzziehungen nach dem ersten Weltkrieg durch die Franzosen und Engländer aber auch durch das Eingreifen des westlichen Staaten in den Kriegen gegen den Irak, die antiwestliche Stimmung verstärkt haben.

Die Frage, wie diese Konflikte beendet werden können, konnte auch Herr Pator Koll nicht beantworten. Er zog zum Abschluss den Vergleich mit dem 30-jährigen Krieg in Deutschland an dessen Ende alle Kriegspartien erschöpft waren und es danach zwischen Katholiken und Protestandten keinen religösen Konflikt mehr mit dieser Dimension in Europa gab.