Kirche und Umwelt in Rodewald

Der Grüne Hahn ist das Umweltmanagementsystem der evangelischen Kirchen in Deutschland. Es erfüllt internationale und europäische Vorgaben. Gemeinden und kirchliche Einrich-tungen können sich daher nach der Europäischen Öko-Audit-Verordnung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifizieren lassen.

Das Ziel dieses Systems ist der nachhaltige Umgang mit Energie, Wasser, Papier und anderen Ressourcen, die für das Leben und die Aktivitäten in den Kirchengemeinden benötigt werden. Das wird uns helfen wirtschaftlich zu arbeiten, aber vor allem hilft es uns als Gemeinde glaubhaft unseren christlichen Auftrag zu erfüllen, die Schöpfung zu bewahren. Der Grüne Hahn ist auch eine Voraussetzung für zukünftige Zuschüsse an die Kirchengemeinde bei Maßnahmen an der Bausubstanz.

In 2009 haben wir in der Kirchengemeinde Rodewald begonnen, die Einführung des Grünen Hahn vorzubereiten. Zwei Vakanzzeiten haben die Einführung unterbrochen, aber in 2015 haben wir die Aktivitäten wieder aufgenommen. Es wurden umfangreiche Daten erhoben, die Energie- und Materialverbräuche der Gebäude bzw. Gemeinde erfasst und Maßnahmen zur weiteren Optimierung entwickelt. Wir haben eine umfangreiche Umwelterklärung erstellt und hoffen, nun im März und April 2017 die Zertifizierung zu erhalten.

Auch wenn wir zwischenzeitlich eine längere Pause eingelegt haben, so haben wir uns auch schon in den vergangenen Jahren an den Zielen des Grünen Hahn orientiert. Bei zahlreichen Maßnahmen haben wir den sparsamen und nachhaltigen Umgang vor allem mit Energie berücksichtigt. Die wichtigsten sind der Austausch der Heizkesselanlage gegen eine Brennwertkesselanlage und die Anbringung eines Kälteschutzvorhanges im Gemeindehaus – beide Maßnahmen wurden wegen unserer Teilnahme an Schulungen zum Umweltmanagmentsystem bezuschusst. Die Einführung der Winterkirche und die Modernisierung der Heizungssteuerung in St. Johannis waren weitere wesentliche Schritte zur Verringerung des Energieverbrauchs.

Die Ordner zum Grünen Hahn werden im Gemeindehaus platziert und können von allen Interessierten eingesehen werden. Für Unterstützung und Anregungen bei der Fortführung des Managementsystems wären wir dankbar.

Marie-Luise Schierkolk, Uwe Skupzig, Jürgen Grothmann